Trainer im Interview: "Bin gespannt, wie wir mithalten können"

Gleich in seiner ersten Saison als Trainer hat Christian Böttcher mit der SG Storkow souverän den Aufstieg in die Fußball-Kreisoberliga Oberhavel/Barnim geschafft. Im Interview blickt der 29-Jährige auf sein erstes Trainerjahr zurück, spricht über die Saisonvorbereitung der Uckermärker und das Abenteuer Kreisoberliga.

Deine Mannschaft hat eine starke Saison mit dem Aufstieg gekrönt. Wie hast du das als Trainer erlebt?

Christian Böttcher: Die Hinrunde mit 15 Siegen aus 15 Spielen war der absolute Hammer. Die Spiele gegen Hennigsdorf und in Fürstenberg, die wir noch gedreht haben, sind in Erinnerung geblieben. Da konnte man die Emotionen nur schwer zurückhalten. Das als Trainer mitzumachen ist schon viel wert. Auch wenn ich leider nur von außen zusehen kann.

Das Team ist mit einem 1:0-Sieg in Joachimsthal in die Vorbereitung gestartet. Kribbelt es schon wieder oder war die Sommerpause zu kurz?

Klar freut man sich als Trainer auf die Vorbereitung, da kann man ein bisschen am System und an der Taktik schrauben, einfach etwas ausprobieren und bestimmte Dinge festigen. Im Amateurbereich ist diese Phase natürlich immer etwas schwierig, weil Urlaubszeit ist. Ich finde auch, dass die Sommerpause viel zu kurz war. Aber dagegen können wir nichts machen. Trotzdem kribbelt es natürlich, das tut es bei mir immer, wenn es um Fußball geht.

Wie groß ist die Vorfreude auf die Kreisoberliga?

Sehr groß! Ich bin gespannt, wie wir qualitätsmäßig mithalten können. Ich denke, wenn wir als Team viel investieren, dann können wir das schaffen.

Gibt es schon eine Zielstellung für die neue Saison?

Nein, da bin ich kein Freund von. Ich werde deshalb auch kein Ziel ausgeben. Ich möchte einfach jedes Spiel gewinnen, denke Schritt für Schritt. Was dabei am Ende herauskommt, wird man sehen. Wir brauchen uns nicht unnötig Druck machen indem wir einen Tabellenplatz als Ziel ausgeben. Wir müssen an uns arbeiten und versuchen, jedes Spiel zu gewinnen. Dann schauen wir, was am Ende dabei rauskommt.

Zum Auftakt kommt am 17. August die SG Mildenberg nach Storkow, eine Woche später geht es nach Kremmen. Wie bewertest du das Auftaktprogramm?

Dass zum Auftakt in die Kreisoberliga gleich ein Derby gegen Mildenberg gibt, ist schon toll. Und dann auch noch ein Heimspiel, das freut uns schon sehr. Wir bereiten uns ordentlich darauf vor und werden dann versuchen, Mildenberg zu Hause gleich zu schlagen. Ich habe vor Jahren selbst gegen Mildenberg und Kremmen gespielt. Aber ich kenne die Mannschaften, wie sie jetzt aufgestellt sind, nicht wirklich. Aber auch sie werden sich verstärken und gut auf die Saison vorbereiten. Von daher erwarten wir zum Auftakt zwei starke Gegner, gegen die wir natürlich die drei Punkte mitnehmen wollen.

Hat sich denn die Storkower Mannschaft personell verändert?

An der Mannschaft hat sich nicht viel geändert. Erstmal ist es gut, dass alle Spieler bleiben. Das war mir sehr wichtig, weil wir eine gute Truppe sind. Dazu gibt es zwei Rückkehrer, das sind Florian Beck und Dirk Sassenhagen. Bei beiden muss man mal schauen, wie ihr Fitnesszustand ist.

Wo liegen die Schwerpunkte in der Vorbereitung?

Der Schwerpunkt liegt auf der Fitness, Torabschluss und Kompaktheit. Das werden wir in der Kreisoberliga brauchen. Wir müssen in der neuen Spielklasse einfach fit sein, sonst werden wir kein Spiel gewinnen. Die Mannschaft weiß das, aber ich muss sie natürlich immer wieder dazu motivieren.

Wo muss sich die Mannschaft bis zum Kreisoberliga-Start noch verbessern?

Wir müssen auf jeden Fall noch aggressiver werden. Wir müssen den Gegner mit unserem Gegenpressing noch mehr unter Druck setzen, gerade bei Ballverlusten. Da müssen wir uns noch verbessern. Aber ich denke, das ist eher eine Kopfsache.

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