30.10.2010 - 10. Spieltag: FC Kremmen - SG Storkow 8:0 (abgebrochen)
Es war ein neuer Tiefpunkt der Saison. Am Samstagmorgen kurz nach acht standen Trainer Ralf Zepke und Nachwuchsleiter Steffen Brabetz etwas ratlos am Storkower Sportplatz. Ganze neun Spieler hatten sich eingefunden. Abmeldungen gab es schon - einige zum Training am Donnerstag, eine per SMS am Freitagabend 22:30 Uhr und andere überhaupt gar nicht. War es wirklich sinnvoll, unter diesen Voraussetzungen, in Kremmen überhaupt anzutreten? Nach kurzer Beratung mit der "Restmannschaft" und einigen Telefonaten siegte dann das Pflichtgefühl. Zwei Verletzungen wurden von Trainer Zepke beim Schiedsrichter angezeigt und so wurde das Spiel nach vierzig Minuten abgebrochen, Positiv anmerken muss man trotz allem die Einsatzbereitschaft der angereisten SGS-Junioren. Obwohl die Niederlage von vornherein feststand, stemmten sich die meisten Spieler dagegen. Hervorheben muss man heute Andre Rosin, der immer wieder versuchte, das Spiel in die gegnerische Hälfte zu tragen, nach hinten aber zu wenig unternahm - Tommy Reschka im Tor, der wieder in etlichen Situationen rettete und Martin Brabetz als Linksverteidiger, der bei manchen Angriffen zu langsam war, aber oft mit gutem Stellungsspiel den Spielfluss des Gastgebers unterbrechen konnte.

Viel Mut strahlten die Storkower Junioren bei Anpfiff nicht gerade aus. Auch die Verantwortlichen der SGS an der Außenlinie strahlten nicht viel Zuversicht aus. Die Enttäuschung über diese Situation war allen Beteiligten anzumerken. Etwas anderes war auch nicht zu erwarten. Kremmen/Beetz übernahm wie erwartet sofort das Kommando. Nach sieben Minuten der erste Gegentreffer. Nach einer maßgerechten Flanke über die Storkower rechte Seite köpfte Maximilian Rossow überlegt ins lange Eck. Tommy Reschka im Tor war ohne Chance. In der 10. Minute führte der Gastgeber eine Ecke schnell und kurz aus, die Storkower warten zu lange und so konnte wieder Maximilian Rossow das Leder zum 2:0 ins Tor spitzeln. Fünf Minuten später konnte Robert Schröder den Kremmener Rossow nicht entscheidend stören, dieser überlief anschließend Viktoria Grabosch und Philipp Benzin und konnte sich beim 3:0 die Ecke aussuchen.
Steven Hergt erhöhte in der 18.Minute auf 4:0. Libero Benzin trifft einen halbhohen Flankenball nicht richtig, Hergt kann den Ball in aller Ruhe annehmen und vollenden. In der 23.Minute gab es wieder einen Eckball für Kremmen. Andre Rosin versuchte artistisch zu klären, der etwas verunglückte Ball landete bei Hergt, der einen nicht sonderlich scharfen Flachschuss in Richtung SGS-Gehäuse auf den Weg brachte. Tommy Reschka im Tor rutschte das Leder über die Hände, der einzige Schnitzer des wie immer guten Storkower Keepers. 5:0 für Kremmen/Beetz. Nur zwei Minuten später erhöhte Rossow mit seinem vierten Treffer auf 6:0. Eine knappe halbe Stunde war vergangen, da erzielte Hergt das 7:0 nach einem mehrfachen Doppelpassspiel mit Maximilian Rossow, ohne dabei wesentlich von den Storkower Abwehrspielern gestört zu werden. Den letzten Treffer der Partie gelang Mike Koger. Eigentlich schien die Situation nach einer Ecke bereits geklärt, aber die Abwehr ging zu zaghaft und nicht konsequent genug zu Werke. Nach dem Pausenpfiff zeigte Trainer Ralf Zepke beim sehr guten Schiedsrichter Christian Wollenschläger zwei Verletzungen an (Tommy Reschka und Robert Schröder) und bat um Spielabbruch.
Fazit: Nach der Begegnung gegen Lindow mit zehn Spielern war damit für die B-Jugend der SGS ein neuer Tiefpunkt erreicht. Wie es jetzt weitergehen mit der Mannschaft soll, ist auch Trainer Ralf Zepke und Nachwuchsleiter Steffen Brabetz momentan vollkommen unklar. Eigentlich wurden bei den letzten Trainingseinheiten viele im Argen liegende Dinge angesprochen. Jetzt ist es an den Junioren, eine Reaktion zu zeigen oder eine Entscheidung zu treffen!
SG Storkow: Tommy Reschka - Philipp Benzin - Martin Brabetz, Viktoria Grabosch, Christopher Grabosch, Robert Schröder - Andre Rosin, Benedikt Dietrich, Silvan Mittag / Trainer: Ralf Zepke
Tore: 1:0, 2:0, 3:0 Maximilian Rossow (7., 10., 15.), 4:0, 5:0 Steven Hergt (18., 23.), 6:0 Maximilian Rossow (25.), 7:0 Steven Hergt (28.), 8:0 Mike Koger (37.)
21.11.2010 - Hinrundenrückblick
Dass diese Saison ein Lehrjahr werden würde, war vor dem ersten Spiel klar. Dass es aber fast in jedem Spiel eine zweistellige Niederlage geben würde, war so nicht zu erwarten. 74 Gegentore in sieben Punktspielen sprechen da eine eindeutige Sprache. Die sechs Storkower Treffer erzielten Andre Rosin (3), Florian Beck (2) und Patrick Lehmann. Bei den meisten Spielen war das Szenario ähnlich: Die Junioren begannen gut, aber mit dem ersten Gegentor schienen viele Spieler die Niederlage bereits akzeptiert zu haben. Dazu kamen aufgrund der fehlenden Erfahrungen auf dem Großfeld immer wieder taktische und zum Spielende hin zunehmend konditionelle Probleme. Den Einsatzwillen konnte man den wenigsten absprechen. Schwierig für das Trainer-Duo Ralf Zepke / Cindy Unger war auch, dass die Aufstellung von Spiel zu Spiel verändert werden mussten. Nur drei der anfangs gemeldeten 22 Junioren waren bei allen Spielen dabei (Florian Beck, Andre Rosin und Martin Brabetz). Als Abgänge sind drei offizielle Abmeldungen sowie zwei seit Wochen nicht mehr erscheinende Spieler zu verzeichnen. Für die Rückrunde bleibt zu hoffen, dass aus dem sich langsam hervortretenden "harten Kern" doch noch eine Mannschaft wachsen kann.
13.11.2010 - 8. Spieltag: SG Storkow - Lindower SV Grün-Weiß 1:13 (0:5)
Zum ersten Mal in dieser Saison mussten die Storkower B-Junioren im letzten Spiel der Hinrunde in Unterzahl mit zehn Spielern antreten und kassierten ein deutliches 1:13 (0:5) gegen Lindow. Durch die fehlenden Spieler musste die Mannschaft auf vielen Positionen umgestellt werden. Als Libero gab Andy Behm sein Debüt, trotz krankheitsbedingt fehlender Spielpraxis machte er seine Sache gut. Am Ende ließen (wieder einmal) die Kräfte nach und so machte man es Lindow in der zweiten Hälfte beim Toreschießen manchmal zu einfach. Negativ fielen die Gäste allerdings durch ständige Meckereien mit Schiedsrichter Ronny Stenzel und durch ein insgesamt absolut inakzeptables Benehmen auf. Aus fußballerischer Sicht ging der Sieg der Gäste vollkommen in Ordnung. Dennoch muss man auch (fast) alle Storkower Junioren für ihren Einsatz loben, der ihnen mit jedem Gegentor aber sichtbar schwerer fiel.

Wie in anderen Spielen auch, konnten die SG-Junioren die Anfangsminuten recht ausgeglichen gestalten. Bereits in der zweiten Minute gab es einen Freistoß, der allerdings keine wirkliche Gefahr vor das Gästetor brachte. Nach fünf Minuten gab es mehrere Ecken hintereinander für Lindow, die ebenfalls noch nicht viel Gefahr bedeuteten. Kurz danach forderten einige Gästespieler einen Strafstoß, aber Libero Behm hatte ganz sauber zur Ecke geklärt. Lindow wurde nun plötzlich deutlich aktiver, bei einigen Aktionen wurde Keeper Reschka etwas zu heftig angegangen. Schiedsrichter Stenzel entschied zum Unmut der Lindower hier zwei, dreimal auf Freistoß für die SGS. In der 8.Minute erzielte Hoyer den Führungstreffer für die Gäste und nur zwei Minuten später erhöhte Schilling auf 0:2, nachdem Schönnagel, der heute als rechter Außenverteidiger spielen musste, das Leder nicht entscheidend aus dem Strafraum bringen konnte. Nur eine Minute danach rollte der nächste Angriff über die rechte Storkower Abwehrseite, Döhring rutschte in die flache Hereingabe und schob den Ball unerreichbar für den Keeper zum 0:3 ins Netz. Hinter Döhring hätte ein Lindower Angreifer zum Einschuss bereit gestanden. Schulz legte für die Gäste nach (0:4 in der 16.Minute) und Schilling erhöhte zum Pausenstand von 0:5 (20.). Das bis zur Pause keine weiteren Tore fielen, lag zum einen am unermüdlichen Einsatz der Viererkette um Libero Behm und an guten Paraden von Keeper Reschka sowie zum anderen an nun fehlenden Ernsthaftigkeit der Gäste. Der Lindower Franke erhielt nach einer Beschimpfung eines Teamkollegen die gelbe Karte, eine ungewöhnliche, aber bei dem zunehmend unangebrachten Tonfall der Gästespieler durchaus nachvollziehbare Entscheidung. Als nach einem Zusammenprall der SG-Linksverteidiger Brabetz auf dem Rasen liegen blieb, spielten die Lindower erst nach einer kurzen Diskussion mit einem eigenen Verantwortlichen den Ball ins Aus. Auf Storkower Seite ließ sich Viktoria Grabosch vom Verhalten der Gäste provozieren und ihre Beleidigung eines Lindowers ahndete Schiri Stenzel ebenfalls mit einer Verwarnung.
Fünf Minuten nach Wiederanpfiff landete ein weiter Abschlag von Reschka bei Rosin, der sich wie schon des öfteren mit einem Solo versuchte, aber dieses Mal rutschte ihm das Leder über den Schlappen. Nach zehn Minuten hatte sich die Gäste wieder ein Übergewicht erspielt, ohne dabei wirklich gefährliche Chancen zu haben. Deutlich zu merken war nun, dass einigen Storkowern, die in den bisherigen Spielen als Auswechselspieler fungierten, Kraft und Konzentration verloren. In der Folge arbeiteten sich die Gäste wieder näher an das Gehäuse der SGS heran. In der 52. Minute rettete noch die Querlatte, aber nur eine Minute später erhöhte Tabbert von der Strafraumgrenze mit einem sehr schönem Schuss auf 0:6. Das 0:7 fiel per Kopf durch Franke nach einer schnell ausgeführten kurzen Ecke, die SGS-Abwehr wirkte bei dieser Aktion nicht sehr wach. Nur eine Minute später der nächste Treffer: nach einem schwachen Abschlag von Reschka wurde der Ball abgefangen und sofort steil in die Mitte gespielt. Wiederum Franke ließ Reschka keine Chance. Der fünffache Torschütze Schilling erhöhte auf 0:9 und der folgende Treffer der Gäste war ein wirklich sehenswerter Spielzug. Ein Freistoß für Storkow wurde von den Gästen abgefangen und den schnellen Konter versenkte Franke zum 0:10 im Storkower Tor. Eine Minute später verhielt sich die Abwehr zu passiv, klärte nicht konsequent und so hatte Reschka beim 0:11 durch Schilling wieder einmal keine Chance. Direkt im Gegenzug der Ehrentreffer für die SGS: Beck konnte sich auf der rechten Seite durchsetzen und erzielte das 1:11. Beim Anstoß erhielt Schulz wegen Ballwegschlagens und anschließend Jaeck wegen Meckerns die gelbe Karte, diese Reaktion des Schiedsrichters fand sogar das Verständnis des Lindower Trainers ("Hoffentlich ist jetzt endlich einmal Ruhe auf dem Platz."). Wie in Halbzeit eins nahmen die Lindower das Ganze nicht mehr sehr ernst. Nach dem 1:12 durch Schilling gab es kurz vor dem Abpfiff an der Strafraumgrenze einen Freistoß für die Gäste. Bruse schoss flach. Döhring, der die Mauer viel zu früh verlassen hatte, fälschte den Ball ab, Reschka war trotzdem fast dran, konnte aber den letzten Treffer des Spiels nicht verhindern.
Fazit: Leider wurde es am Ende wieder eine zweistellige Niederlage. Positiv anmerken muss man wieder den Kampfgeist der meisten Storkower Spieler. Es wäre zu wünschen, dass die Mannschaft sich in der Rückrunde besser eingespielt präsentieren könnte, allerdings lässt die dünne Personaldecke weitere Probleme befürchten.
SG Storkow: Tommy Reschka - Andy Behm - Martin Brabetz, Viktoria Grabosch, Adrian Döhring, Lukas Schönnagel - Benedikt Dietrich, Andre Rosin, Florian Beck, Patrick Lehmann
Tore: 0:1 Johnny Hoyer (8.), 0:2 Maximilian Schilling (10.), 0:3 Adrian Döhring (11./ET), 0:4 Jan Schulz (16.), 0:5 Maximilian Schilling (20.) - 0:6 Marvin Tabbert (53.), 0:7, 0:8 Florian Franke (57., 58.), 0:9 Maximilian Schilling (62.), 0:10 Florian Franke (66.), 0:11 Maximilian Schilling (67.), 1:11 Florian Beck (68.), 1:12 Maximilian Schilling (70.), 1:13 Paul Bruse (78.)
30.10.2010 - 7. Spieltag: SC Empor Glienicke - SG Storkow 10:0 (6:0)
Auf Grund des fehlenden Schiedsrichters begann die Partie zehn Minuten später. Offiziell legte die SG Storkow Einspruch gegen den (genehmigten) Einsatz von A-Junioren in der B-Jugend ein. Es spielte nun eine A/B-Mannschaft gegen eine Storkower B/C-Auswahl. Am Ende wurde es wieder eine zweistellige Niederlage, die allerdings bei besserem taktischen Verhalten durchaus vermeidbar gewesen wäre.

In der ersten Viertelstunde passierte direkt vor den Toren noch nicht viel. Der Gastgeber hatte sich zwar ein leichtes Übergewicht erspielt, aber zu zwingenden Torschützen kam er vorerst nicht. Es gab auch Offensivaktionen der SGS, so eine Ecke nach drei Minuten. Den ersten Glienicker Torschuss gab Hitthals nach fünf Minuten ab, nachdem er auf der linken Seite freigespielt wurde. Mehr und mehr übernahm Glienicke das Kommando, aber große Gefahr strahlte der Gastgeber dabei noch nicht aus. Nach zwölf Minuten verfehlte Täubert nach Vorarbeit von Hitthals das Tor von Reschka nur knapp, sein Schuss strich am rechten Pfosten vorbei.
Ansonsten standen die Storkower ganz gut, auch wenn wieder zwei, drei Spieler sich nicht wirklich auf den Positionen bewegten, die Trainer Ralf Zepke ihnen zugewiesen hatte. Durch diese bereits mehrfach angesprochenen Eigenmächtigkeiten verloren die SG-Junioren etwas die Ordnung. In der 18.Minute wurde Schlake steil durch die Mitte geschickt, Reschka war bei seinem Schuss ohne Chance. Glienicke versuchte nachzulegen. Nur zwei Minuten später kam Hitthals vor Reschka an den Ball, den versuchten Heber konnte der SGS-Keeper abfangen. In der 23.Minute verhinderte die Querlatte den zweiten Glienicker Treffer. Nur eine Minute später konnte Reschka bei einem abgefälschten Schuss mit einer Glanzparade glänzen. In der 26. Minute fand sich Buer vollkommen frei stehend im Storkower Strafraum wieder und vollendete zum 2:0. Drei Minuten später tauchten sogar zwei Glienicker Angreifer frei vor Reschka auf, wieder Buer erzielte aus knapp fünf Metern das 3:0. Nur eine Minute später das 4:0 durch einen sehenswerten Schuss von Hitthals, ein Treffer, bei dem die Storkower Abwehr nicht konsequent genug zur Sache ging. Wie auch in den bisherigen Spielen schienen sich einige der Storkower Spieler nach den ersten Treffern bereits aufgegeben zu haben. Beim 5:0 von Buer sah sich Reschka wieder zwei ungedeckten Angreifern gegenüber. Kurz vor der Pause musste Schröder verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Lehmann kam für ihn ins Spiel, der allerdings bis zum Abpfiff keine Einstellung zum Spiel finden konnte. Eine Minute vor dem Abpfiff versenkte Schlake von der Strafraumgrenze aus einen schönen Schuss zum Pausenstand von 6:0 im Storkower Gehäuse. Mit der Anfangsphase konnte der Trainer zufrieden sein, aber nicht mit der nachlassenden Ordnung.
Sofort nach dem Anpfiff der zweiten Hälfte tankte sich Hitthals durch die gesamte SGS-Abwehr, Reschka konnte dessen Schuss noch abwehren. Durch einen Doppelschlag erhöhte Müller innerhalb von zwei Minuten auf 8:0. Ein Problem der SGS-Junioren bestand wieder in einer mangelhaften Kommunikation untereinander, das Bemühen der Viererkette (Brabetz, Grabosch, Behm, Döhring) vor Libero Benzin konnte man keinem der Spieler absprechen, aber zu oft versuchten sich alle als Einzelkämpfer. Im Mittelfeld hatten Rosin und Beck nicht ihren besten Tag erwischt und konnten dadurch zu selten für eine Entlastung sorgen. Die letzten beiden Tore der Begegnung erzielte Hitthals, dem es dabei auch wieder zu einfach gemacht wurde. Die Glienicker schienen mit dem Ergebnis zufrieden zu sein, ließen nun die letzte Konsequenz vermissen. Glienicke hatte noch weitere Chancen, waren aber nicht mehr allzu ernsthaft bei der Sache. Dadurch blieb es bis zum Ende beim 10:0.
In der Storkower Mannschaft verdienten sich trotz des Ergebnisses mehrere Spieler ein besondere Erwähnung: Tommy Reschka, der wieder einmal mit Paraden glänzte und bei den meisten Gegentreffern chancenlos war; Philipp Benzin, der als Libero wieder sehr aktiv versuchte, die Abwehr zu ordnen; Andy Behm, der heute als Innenverteidiger eine gute Figur machte sowie Martin Brabetz, der sich als linker Außenverteidiger wieder einmal durch Einsatzwillen auszeichnete und auf dieser Position von Spiel zu Spiel sicherer wurde.
Fazit: Ein Problem besteht wie bisher darin, dass man durch immer wieder notwenige Umpositionierungen selten den Eindruck einer eingespielten Mannschaft bekommt. Die fehlende Kommunikation trägt ihr Übriges dazu bei. Positiv war heute, dass die SG-Junioren zwanzig Minuten für ein fast ausgeglichenes Spiel sorgen konnten. Mit einer besseren Ordnung, mehr Kommunikation und mehr Hilfe untereinander sollten die B-Junioren der SGS in Zukunft auch bessere Ergebnisse erzielen können.
SG Storkow: Tommy Reschka - Philipp Benzin, Martin Brabetz, Viktoria Grabosch, Andy Behm, Adrian Döhring - Andre Rosin, Florian Beck, Robert Schröder (36. Patrick Lehmann) - Silvan Mittag (52. Alexander Stadermann), Lukas Schönnagel (64.Benedikt Dietrich)
Tore: 1:0 Constantin Schlake (18.), 2:0, 3:0 Tobias Buer (26., 29.), 4:0 Dustin Hitthals (30.), 5:0 Tobias Buer (32.), 6:0 Constantin Schlake (39.) - 7:0, 8:0 Monti Müller (42., 43.), 9:0, 10:0 Dustin Hitthals (50., 52.)
02.10.2010 - Kreispokal 1. Runde: SG Storkow - Union Neuruppin 0:18 (0:9)
Nach dem Abpfiff stand das Trainer-Duo Ralf Zepke/Cindy Unger sprach- und auch etwas ratlos am Spielfeldrand. Nach der Aussprache beim letzten Training zum Punktspiel in Gransee (1:9) hatte man doch die Hoffnung, dass alle B-Junioren die richtige Einstellung zur Mannschaft und zum Spiel finden würden. Vor drei Wochen hatte man sich beim Punktspiel in Neuruppin aus spielerischer Sicht ganz achtbar geschlagen. Heute allerdings kamen die Storkower Junioren im Kreispokal mit 0:18 (0:9) unter die Räder. Wieder einmal musste die Mannschaft auf vielen Positionen umgestellt werden, da mehrere Junioren ohne eine Abmeldung einfach fehlten.

In der Liberoposition versuchte sich heute der eigentliche Mittelfeldspieler Beck, der in dieser für ihn ungewohnten Rolle sein Bestes gab. Neuruppin spielte heute auch zielstrebiger als im Punktspiel, versuchten nicht, den Ball ins Tor zu tragen, sondern suchten und fanden den Abschluss über die Außenpositionen und mit Fernschüssen. Zum Ende des Spiels waren es auch Einzelaktionen der Gäste, die den Torerfolg brachten. Natürlich übernahm der Spitzenreiter der Kreisliga sofort das Kommando und schon nach drei Minuten klingelte es zum ersten Mal in Storkower Kasten.
Nach einer Ecke und einem Durcheinander vor dem Tor erzielte Kranz das 0:1. Schon hier zeigte sich eine Schwäche der SGS: zu zaghaftes Zweikampfverhalten, denn die Situation konnte nicht entscheidend geklärt werden. Nach fünf Minuten konnte Reschka im SG-Tor eine erste Parade zeigen, ein anschließender Kopfball von Kranz strich knapp am Pfosten vorbei. Nach zehn Minuten wagten sich die Junioren der SGS auch einmal in die generische Hälfte, ohne dabei echte Gefahr auszustrahlen. Beim 0:2 in der 13.Minute landete eine Flanke von außen bei Steinke, der sich in der Mitte durchtankte und Reschka keine Chance ließ. Beim 0:3 ließ sich Kranz von der einsatzfreudigen Viktoria Grabosch und auch vom herbeieilenden Beck nicht abdrängen (22.). Drei Minuten später musste Reschka einen Schuss prallen lassen und Blodow konnte zum 0:4 einschieben. In der 27.Minute nahm Trainer Zepke auf der rechten Mittelfeldseite Neumann vom Platz, der überhaupt nicht ins Spiel gefunden hatte und brachte Schönnagel. Nach einer halben Stunde die erste echte Möglichkeit für die SGS, allerdings mit Hilfe der Gäste. Rosin brachte eine Flanke vor das Gästetor und ein Neuruppiner Abwehrspieler lenkte den Ball knapp über die Querlatte. Diese Unkonzentriertheiten gefiel dem Neuruppiner Trainer Christian Raschke überhaupt nicht und er rief seine Spieler lautstark zur Ordnung. Wenig später das 0:5: Kranz wurde vom Mittelkreis aus steil geschickt, alle Storkower Abwehrspieler verpassten den Ball knapp und Keeper Reschka wurde ausgespielt (33.). Nur eine Minute später bereits der nächste Treffer.
Kranz verstellte Torhüter Reschka die Sicht und so fand ein Schuss von Adermann ungehindert den Weg ins Netz. Das siebente Gegentor erzielte Dietl nach einer Flanke von Blodow (37.), das achte Traufarth mit einem Fernschuss und noch vor der Pause den neunten Gegentreffer durch Prasse mit einem nicht ganz unhaltbaren Aufsetzer. Zur Pause schlichen die Storkower Junioren deprimiert vom Platz, beide Trainer versuchten, den Spielern Mut zuzusprechen. Neun Gegentreffer zur Halbzeit hatten die B-Junioren bisher noch nie kassiert. Im Gegenteil, die bisherigen Halbzeitergebnisse gaben Hoffnung auf ein besseres Abschneiden.
Allerdings hatten die Gäste die Lust am Toreschießen noch lange nicht verloren, Dietl machte das Ergebnis zweistellig und der eingewechselte Wagner erhöhte mit einem Hattrick auf 0:13. Die Storkower waren auch bei diesen Gegentreffern zu abwartend und ließen die Gäste gewähren. In der 58.Minute musste Rosin verletzt ausgewechselt werden, Kroß kam für ihn ins Spiel, wurde von Trainer Zepke nach einer knappen Viertelstunde allerdings wieder gegen Dietrich ausgetauscht. Wie in den Spielen vorher kamen in der zweiten Hälfte konditionelle Probleme hinzu. Die Neuruppiner spazierten bald fast ungehindert durch den Storkower Strafraum und schraubten durch Steinke, Hille, Wagner und Adermann das Ergebnis letztendlich auf 0:18.
Fazit: Dieses Ergebnis müssen alle Beteiligten der SGS erst einmal verkraften. Aber trotz der vielen Gegentore gab es eine Reihe von Spielern, die bis zum Abpfiff bissig kämpften. Diesen Spielern Mut zu machen, muss in den folgenden Wochen bis zum nächsten Punktspiel in Glienicke Aufgabe der Verantwortlichen sein. Jetzt zeigt sich, dass das Großfeld eine wirkliche Herausforderung darstellt.
Storkow mit: Tommy Reschka (SF) - Florian Beck - Martin Brabetz, David Böhme, Viktoria Grabosch, Adrian Döhring - Robert Schröder, André Rosin, Jan Neumann (27.Lukas Schönnagel) - Silvan Mittag (55.Robert Kroß, 70.Benedikt Dietrich), Friedrich Rohde / Trainer: Ralf Zepke, Cindy Unger
Tore: 0:1 Philip Kranz (3.), 0:2 Jannis Steinke (13.), 0:3 Philip Kranz (22.), 0:4 Hannes Blodow (25.), 0:5 Philip Kranz (33.), 0:6 Silas Adermann (34.), 0:7 Patrick Dietl (37.), 0:8 Florian Traufarth (39.), 0:9 Max Prasse (40.) - 0:10 Patrick Dietl (45.), 0:11, 0:12, 0:13 Bruno Wagner (47.,55.,57.), 0:14 Jannis Steinke (60.), 0:15 Maximilian Hille (61.). 0:16 Bruno Wagner (62.), 0:17, 0:18 Silas Adermann (70.,75.)
25.09.2010 - 5. Spieltag: Eintracht Gransee - SG Storkow 9:1 (3:0)
Im Gegensatz zum Spiel in Neuruppin präsentierten sich die Storkower B-Junioren vor allem in der zweiten Hälfte als elf Einzelspieler und nicht als Mannschaft und verloren mit einem deutlichen 1:9 (0:3) in Gransee. Auch wenn man keinem der Spieler den Einsatzwillen absprechen kann, es wurde zu wenig versucht, die Trainervorgaben umzusetzen. Der Ball wurde zu schnell wiederhergeben und die Angriffe des Gastgebers zu wenig gestört. Einige der Tore verdankten die Eintracht-Spieler der hohen Fehlerquote in den Storkower Reihen. Gransee hätte bei besserer Chancenverwertung mehr als die neun Tore erzielen können. Größtes Manko der SGS-Junioren war das fehlende mannschaftliche Auftreten.

Dabei begann das Spiel gar nicht so schlecht für die SGS. Bereits in der ersten Minute gab es für Storkow einen Eckball, den der Granseer Keeper Marotzke nicht festhalten konnte. Rohde setzte als einziger nach, traf den Ball aber nicht richtig. Aber bereits im Gegenzug geht Libero Benzin nicht konsequent genug zur Sache, die Flanke von außen findet Pommerening, der freistehend den Ball am Tor vorbeischiebt. Langsam übernahm Gransee das Kommando und verschob das Spiel mehr und mehr in die Storkower Hälfte. In der 7. Minute fiel das 1:0 für Gransee nach einer Ecke, der Ball wurde wieder nicht konsequent geklärt, der erste Schuss landete am Pfosten und den zweiten Schuss von der Strafraumgrenze durch Nguyen Viet sah Reschka im Tor der SGS zu spät. Auch beim 2:0 gehen die Storkower zu zaghaft in die Zweikämpfe. Karsten spielte an der Strafraumgrenze erst Neumann und Kross, anschließend Benzin aus und ließ Reschka dann keine Chance. Eigene Offensivaktionen waren inzwischen Mangelware. Der Ball ging meist sofort wieder verloren, weil kaum ein Pass den Mitspieler erreichte. Für die Gastgeber ergaben sich in der Folge weitere gute Chancen, so u.a. wieder für Karsten, der sich nach einer Flanke allein am hinteren Pfosten wiederfand, die Möglichkeit aber leichtfertig vergab. Nach einer halben Stunde endlich wieder ein kleiner Lichtblich aus Storkower Sicht. Bei einem Freistoß aus guter Position traf Rosin den Ball nicht richtig und verzog. Wenig später das dritte Tor (33.): über die rechte Seite der SGS trugen die Eintracht-Spieler einen schnellen Angriff vor, die Hereingabe fand Karsten am Elfmeterpunkt, der nahezu unbedrängt einschieben konnte.
Mit dem 3:0 zur Pause konnte man aus Storkower Sicht nicht zufrieden sein, denn es waren auch eigene Torchancen vorhanden. Den Eintracht-Spielern machte man es auch oft zu leicht, den Ball zu erobern und ihre Kombinationen auszuspielen.
Den Anpfiff zur zweiten Halbzeit schienen die Spieler der SGS nicht gehört zu haben oder waren mit ihren Gedanken noch nicht wieder auf dem Platz. Es waren gerade einmal zwei Minuten gespielt, da hatte die SGS schon zwei weitere Tore kassiert. Erst das 4:0 durch Schoenefuss, den die Storkower Abwehr aus den Augen verloren hatte und nach einem Angriff über die rechte Seite allein am hinteren Pfosten stand. Und danach das 5:0 durch Wernicke mit einem nicht sehr scharfen und durchaus haltbaren Schuss von der Strafraumgrenze. Nach den beiden Toren legte Gransee einen Zahn zu und hatte weitere Möglichkeiten, das Ergebnis auszubauen. Zum Glück für die SGS kamen viele Angriffe über die Mitte, so dass die Räume immer wieder eng gemacht werden konnten. Die Fernschüsse landeten oft neben dem Tor. Zu oft aber ließ man die Eintracht-Spieler gewähren, die Storkower standen meist nicht nah genug an ihren Gegenspielern. Auch im Kopfballspiel waren die Storkower fast immer unterlegen. Zehn Minuten nach Wiederanpfiff endlich ein Lebenszeichen der SGS. Rosin wurde steil geschickt, legte überlegt in die Mitte auf den frei stehenden Rohde, der aus kurzer Entfernung das Leder über das Tor hebelte. Kurze Zeit war die SGS in Unterzahl, nach einem Schuss ins Gesicht musste Brabetz am
Spielfeldrand wegen Nasenbluten kurz behandelt werden, konnte aber sofort weiterspielen. Das 6:0 war ein Tor mit Ansage: Gransee kombinierte über die rechte Angriffsseite, halblinks vor dem Strafraum wartete Bogenhardt ohne einen Storkower Gegenspieler. Der Ball wurde quer gepasst, Bogenhardt konnte sich in Ruhe das Leder zurechtlegen und ließ Reschka bei seinem sehenswerten Fernschuss keine Chance. Allmählich begann sich die Struktur im Storkower Spiel aufzulösen. Logische Folge war das 7:0 durch Ohagen nach einer Ecke (71.) und nur eine Minute später das 8:0 durch Schoenefuss, nachdem Grabosch eine weite Flanke unterlaufen hatte. Libero Benzin gab sich alle Mühe, seine Reihen zu ordnen, aber nicht alle Mitspieler nahmen seine Anweisungen ernst. Auch beim 9:0 hatte Pommerening wenig Mühe. Reschka konnte einen scharfen Schuss nur prallen lassen und aus zwei Metern vollendete der Granseer Spieler. Bereits in der Nachspielzeit erzielte Rosin der Storkower Ehrentreffer.
Fazit: Spielerisch enttäuschten die B-Junioren der SGS. Der Gegner war keineswegs haushoch überlegen, nutzte allerdings seine Möglichkeiten gut. Wieder hatten sich die Junioren eine Halbzeit anständig geschlagen und sind in der zweiten Halbzeit eingebrochen. Einige der Spieler müssen in sich gehen und ihre Spielweise durchdenken, denn mit elf Einzelkämpfern ist im Fußball kein Blumentopf zu gewinnen.
Storkow mit: Tommy Reschka (SF) - Philipp Benzin - Martin Brabetz, Christopher Grabosch, Jan Neumann, Robert Kroß (41.Benedikt Dietrich) - Robert Schröder, André Rosin, Florian Beck - Silvan Mittag (55.Patrick Lehmann), Friedrich Rohde / Trainer: Ralf Zepke, Cindy Unger
Tore: 1:0 Nguyen Viet (7.), 2:0 Tobias Karsten (12.), 3:0 Tobias Karsten (33.) - 4:0 Ole Schoenefuss (41.), 5:0 Kevin Wernicke (42.), 6:0 Kevin Bogenhardt (68.), 7:0 Paul Ohagen (71.), 8:0 Ole Schoenefuss (72.), 9:0 Philipp Pommerening (78.), 9:1 André Rosin (80.)
04.09.2010 - 4. Spieltag: Union Neuruppin - SG Storkow 10:0 (3:0)
Bei zehn Gegentoren mag es erstaunlich klingen, aber der Auftritt der Storkower B-Junioren beim ungeschlagenen Spitzenreiter in Neuruppin (3 Siege, 17:2 Tore) war das bisher beste Saisonspiel. Die Storkower 5-3-2-Aufstellung war verständlicherweise recht defensiv ausgerichtet. Philipp Benzin spielte heute zum zweiten Mal als Libero und machte seine Sache als Chef der vor ihm agierenden Viererkette gut. Auch das Mittelfeld wurde durch die Trainer eher defensiv ausgerichtet, so dass die beiden Spitzen ziemlich auf sich allein gestellt waren.

Der Spitzenreiter der B-Junioren legte auch gleich los und Kranz hatte nach fünf Minuten die erste Chance, aber Reschka im Tor der SGS parierte hervorragend. Beim anschließenden Eckball gab es im Storkower Strafraum ein Durcheinander, bei der Reschka wiederum eine gute Reaktion zeigte, aber schließlich konnte die Abwehr die Situation klären. Die gesamte Hintermannschaft stand geordneter als in den bisherigen Spielen und auch die Mittelfeldspieler arbeiteten, wie von den Trainer vor Anpfiff gefordert, aktiv mit nach hinten. Neuruppin war von Beginn an überlegen, aber der Spielfluss konnte von den Storkowern immer wieder unterbrochen werden. Die Angreifer des Gastgebers versuchten sich auch mit Fernschüssen, fanden Torwart Reschka aber immer auf dem Posten.
Beim Führungstreffer bekam die Abwehr den Ball nicht schnell genug aus der Gefahrenzone. Brabetz wurde beim Versuch, den Ball wegzuschlagen von Dietl geblockt, der Ball sprang in den Strafraum und Dietl ließ Reschka mit seinem Schuss unter den Querbalken keine Chance. Kurz danach klärte Beck artistisch auf der Linie, als er nach einer Ecke einen Knaller an die Lattenunterkante rettete. In der 14. Minute wurde nach einer erneuten Ecke nicht konsequent geklärt und im wiederholten Versuch landete das Leder durch einen Schuss von Kranz zum 2:0 im Storkower Kasten. Wie nicht anders zu erwarten, gab es kaum Offensivaktionen der Storkower. Leider gelang es den beiden Spitzen Rose und Lehmann kaum, den Ball länger in der gegnerischen Hälfte zu halten, um der Storkower Abwehr eine Verschnaufpause zu verschaffen. Nach etwa zwanzig Minuten hatte wieder Kranz eine hundertprozentige Kopfballchance, verfehlte aber das Tor. In der 26. Minute konnten die Gastgeber ihre Führung durch ein Eigentor von Benzin ausbauen, der in eine scharfe Flanke rutschte und unhaltbar für Reschka einschob. Bis zur Pause blieb es beim achtbaren 0:3 aus Storkower Sicht. Trainer Ralf Zepke und Trainerin Cindy Unger waren mit der Leistung ihrer Schützlinge zufrieden. Sie versuchten, ihren Junioren Mut zuzusprechen, um hier beim Spitzenreiter vielleicht ein gutes Ergebnis erzielen zu können. Die Neuruppiner Junioren waren sichtlich unzufrieden mit der aus ihrer Sicht unbefriedigenden Torausbeute.
Sofort nach Wiederanpfiff erhöhten die Gastgeber den Druck und drängten die Storkower noch tiefer in die eigene Hälfte zurück. Und wenig später gab es bereits den nächsten Schuss an die Querlatte. Nach fünf Minuten fand eine scharfe, flache Hereingabe von Dietl den Weg quer durch die Storkower Abwehr zu Kranz, der völlig ohne Bewachung am hinteren Pfosten stand. Zum Glück für die SGS rutschte ihm das Leder über den Fuß. Nach sieben Minuten krachte ein Kopfball von Dietl an die Latte. Gleich anschließend rutschten Kranz und Blodow an einem scharfen Flankenball vorbei. In dieser Situation hatte die Storkower Glück, dass es nur 3:0 stand.
In der 50. Minute fiel dann doch das 4:0: eine Flanke über die Neuruppiner rechten Angriffsseite konnte Blodow in Ruhe annehmen und über den Storkower Keeper heben. Döhring und Benzin standen in dieser Situation zu weit weg. Nur eine Minute später drehte sich eine Ecke durch den heftigen Wind fast direkt ins Tor. Man merkte allmählich, dass die Storkower Junioren in der ersten Hälfte viel Kraft gelassen hatten. Neuruppin ließ nicht nach und kam so innerhalb kurzer Zeit zu zwei weiteren Toren durch Kranz. In der 55. Minute sind die Storkower Reihen in der Mitte zu offen, ein Steilpass erreicht Kranz, dessen Schuss Reschka fast noch zur Ecke ablenken konnte. Nur zwei Minuten später musste Reschka einen scharfen Ball prallen lassen und Kranz hatte keine Mühe zum 6:0 einzuköpfen. Zunehmend schwand der Widerstand der Storkower, sie konnten zu selten entscheidend nachsetzen und so kam Neuruppin zu weiteren Chancen. In der 61. Minute schien eine Flanke von Dietl schon aus der Gefahrenzone zu sein, Blodow konnte den Ball gerade so stoppen und in die Mitte zurücklegen. Dort bedankte sich Wagner per Kopf mit dem 7:0. In der 67. lenkte Benzin eine halbhohe Hereingabe mit dem Fuß unhaltbar für Keeper Reschka ins eigene Tor. Ein Ballannahme per Kopf oder Brust wäre hier die bessere Alternative gewesen. 8:0 für Neuruppin. In der 70. Minute musste der zur Halbzeit eingewechselte Schönnagel wegen Atemproblemen wieder ausgewechselt werden, für ihn kam Dietrich ins Spiel. Bei den letzten beiden Toren durch Hille (68.) und Blodow (72.) agierte die Storkower Abwehr erneut viel zu passiv. Im Gegensatz zur ersten Halbzeit gelang es zum Ende kaum noch, die Spielzüge der Neuruppiner zu stören.
Fazit: Die erste Halbzeit sollte den Junioren selbst Mut für die folgenden Spiele machen. In der zweiten Hälfte fehlten am Ende wieder Kraft und Konzentration, um mehr zu erreichen. Offensiv konnte die SGS kaum etwas bewerkstelligen, aber mit Philipp Benzin als Libero könnte das Trainer-Duo vielleicht eine stabilere Abwehr formen. Und wiederholt muss man feststellen: der Einsatzwille hat wie in allen bisherigen Spielen gestimmt.
SGS mit: Tommy Reschka (SF) - Philipp Benzin - Martin Brabetz, David Böhme, Florian Beck, Viktoria Grabosch - Robert Schröder, André Rosin, Adrian Döhring - Thomas Rose (60. Alexander Stadermann), Patrick Lehmann (41. Lukas Schönnagel / 70. Benedikt Dietrich) / Trainer: Ralf Zepke, Cindy Unger
Tore: 1:0 Patrick Dietl (12.), 2:0 Philip Kranz (13.), 3:0 Philipp Benzin (26., Eigentor) - 4:0 Hannes Blodow (50.), 5:0, 6:0 Philip Kranz (55.,57.), 7:0 Bruno Wagner (61.), 8:0 Philipp Benzin (67.,Eigentor), 9:0 Maximilian Hille (68.), 10:0 Hannes Blodow (72.)
04.09.2010 - 3. Spieltag: SG Storkow - SV 90 Fehrbellin 2:10 (1:2)
Die Gäste aus Fehrbellin waren mit zwei Niederlagen im Gepäck angereist. Ebenso wie bei der SGS startete für Fehrbellin eine mit etlichen C-Junioren aufgestockte B-Jugend. Etwas mehr als das am Ende sehr klare 2:10 hatte sich das Trainer-Duo Zepke/Unger allerdings schon erhofft. Auf Grund von mehreren Erkrankungen musste das Team in der Abwehr schon wieder umgestellt werden. Reschka im Tor wurde heute durch Adrian Döhring vertreten, dem man für seinen ersten Großfeldeinsatz trotz der vielen Gegentore ein dickes Lob aussprechen muss und Benzin übernahm heute die Position des Liberos.

Das Spiel begann mit einem Schock für die SGS. Es waren noch keine drei Minuten gespielt, da tat sich auf der linken Abwehrseite des Gastgebers eine Lücke auf. Brabetz sah sich zwei Gegnern gegenüber und konnte das Zuspiel auf Schnell nicht verhindern. Behm und Benzin kamen zu spät. 0:1 für Fehrbellin. Aber fast im Gegenzug erzielte Rosin nach schöner Einzelleistung auf der linken Angriffsseite den Ausgleich. In der Folge ergab sich ein Übergewicht für die Gäste, das aber selten Gefahr für den Storkower Kasten bedeutete. In der 19. Minute gab es einen Eckball für Fehrbellin, der kurz ausgeführt wurde.
Die erste Flanke konnte abgewehrt werden, die zweite fand Block im Fünf-Meter-Raum am hinteren Pfosten. Keeper Döhring blieb auf der Linie und hatte beim Schuss dann keine Chance. Die Storkower versuchten dranzubleiben und so bekam Rosin in der 23. Minute nach einem heftigen Rempler im Fehrbelliner Strafraum durch Schiedsrichter Stenzel einen Foulelfmeter zugesprochen. Glück für Fehrbellin, dass der Referee das Foul nicht als Notbremse des letzten Mannes bewertete, denn das hätte für die Gäste Rot bedeutet. Der Gefoulte trat selbst an. Der Schuss war scharf, aber zu unplatziert und Keeper Loewe konnte den Ball abwehren. Es folgten im Anschluss Chancen auf beiden Seiten, die Storkower vertändelten vor dem Gästetor den Ball und auf der Gegenseite war eine gute Hereingabe zu scharf für Angreifer und Abwehr. Mit dem knappen Rückstand von 1:2 ging es in die Pause. Trainer-Duo Zepke/Unger konnten mit der ersten Halbzeit durchaus zufrieden sein, auch wenn die größeren Akzente von den Gästen gesetzt wurden.
Nach Wiederanpfiff versuchten die Gäste, das Spiel schneller und direkter zu machen. Nach sechs Minuten in der zweiten Halbzeit kam ein straffer Schuss auf das Tor der SGS. Döhring konnte den Ball nicht festhalten und Walter musste nur noch zum 1:3 einschieben.
Zwei Minuten später ließ sich die ganze rechte Storkower Abwehrseite durch Schnell austanzen, der nutzte den Freiraum und erzielte mit einem Flachschuss das 1:4 (48.). In der Folgezeit konnte die SGS wenige und viel zu zaghafte Offensivaktionen starten. Fehrbellin war nun deutlich überlegen. In der Storkower Hintermannschaft taten sich jetzt immer mehr Lücken auf. Beim 1:5 in der 57. Minute konnte die Abwehr einem Steilpass auf den vierfachen Torschützen Block nicht folgen, der Döhring im Tor beim Abschluss keine Chance ließ. Behm auf der rechten Abwehrseite wollte mit körperbetonteren Einsatz den Spielwitz der Gäste einschränken, sah nach einem zu harten Einsteigen Gelb. Aber genau diesen Einsatz ließen viele Storkower Junioren (nicht nur in diesem Spiel) in manchen Situationen vermissen. Scheunemann nutzte in der 64. Minute nach einem hohen Zuspiel die Passivität der Storkower Abwehr aus und erzielte das 1:6. Die Ordnung im Spiel der SGS ging nun mehr und mehr verloren. Daran konnten auch die Wechsel in der letzten Viertelstunde nichts ändern. In der 69. Minute nahm Scheunemann einen Steilpass durch die Mitte auf und fand sich allein vor Keeper Döhring wieder. 1:7 für Fehrbellin. In den letzten zehn Minuten ging es Schlag auf Schlag, was auch in den nun stark schwindenden Kräften der Storkower begründet lag. In der 71. Minute wieder ein Steilpass durch die Mitte, Benzin traf den halbhohen Ball nicht richtig und Block war wieder durch. 1:8 für Fehrbellin.
Wenig später einer der sporadischen Angriffe der SGS in der zweiten Hälfte: den ersten Schuss von Rosin konnte der Torwart parieren, der Ball wurde zu Lehmann gepasst, der sein erstes Tor im Storkower Dress erzielte. Leider wurde es aus Storkower Sicht noch zweistellig, 2:9 durch Schmalz (75.) und 2:10 durch Block (76.), einem kuriosen Treffer. Bekanntermaßen hatte schon eine Papierkugel die Richtung des Balls geändert, in Hammelspring reichte dazu der an etlichen Stellen recht holprige Rasen. Döhring wollte einen Rückpass wegschlagen, traf aber den leicht springenden Ball nicht. Block setzte nach und half dem Leder sicherheitshalber über die Linie. Beim Abpfiff waren die SG-Junioren verständlicherweise enttäuscht, denn am Ende war die Niederlage um einige Tore zu hoch ausgefallen.
Fazit: Eine Halbzeit konnte die SGS mithalten, das mögliche Unentschieden zur Pause hätte der Motivation der Junioren mit Sicherheit gut getan. Manko sind nach wie vor das Zweikampfverhalten sowie das Zusammenspiel der verschiedenen Positionen. Die Anweisungen des Liberos wurden teilweise nicht wahrgenommen, bei schnellen Angriffen kam das Mittelfeld oft nicht schnell und nicht weit genug zurück. An der Abstimmung der einzelnen Mannschaftsteile muss weiter gearbeitet werden.
SGS mit: Adrian Döhring - Philipp Benzin (SF) - Martin Brabetz, Jan Neumann, Robert Kroß (73.Benedikt Dietrich), Andy Behm - Robert Schröder, André Rosin, Florian Beck - Silvan Mittag (67.Patrick Lehmann), Lukas Schönnagel (65.Friedrich Rohde) / Trainer: Ralf Zepke, Cindy Unger
Tore: 0:1 Marc Schnell (3.), 1:1 Andre Rosin (5.), 1:2 Nico Block (19.) - 1:3 Benjamin Walter (46.), 1:4 Marc Schnell (48.), 1:5 Nico Block (57.), 1:6, 1:7 Christopher Scheunemann (64./59.), 1:8 Nico Block (71.), 2:8 Patrick Lehmann (73.), 2:9 Ricky-Dean Schmalz (75.), 2:10 Nico Block (76.)
04.09.2010 - 2. Spieltag: TSG Fortuna Grüneberg - SG Storkow 11:0 (6:0)
Auch im zweiten Punktspiel mussten die Storkower B-Junioren elf Gegentore einstecken. Im Vergleich zum recht offensiven 4-3-3 im Heimspiel gegen Kremmen spielte die SGS heute nur mit zwei Spitzen. In der Abwehr sollte Rose als Libero die Viererkette verstärken, eine Variante, die im letzten Training getestet wurde. Heute funktionierte diese Variante allerdings nicht zur Zufriedenheit des Trainer-Duos Zepke/Unger, was auch an taktischen Fehlern der gesamten Abwehr lag. Abschreiben sollte man deshalb diese Variante für die nachfolgenden Spiele aber vielleicht noch nicht.

Grüneberg bestimmte von Anfang an das Geschehen, vorerst allerdings ohne zwingende Torchancen. Da (wie bekannt) die Storkower B-Junioren auch zum Teil aus Spielern der C-Jugend besteht, waren die Gastgeber körperlich deutlich überlegen. Nach fünf Minuten gelang der SGS eine erste zaghafte Offensivaktion. Wenig später konnte sich Reschka im Gästetor bei einem Schuss von Zubke auszeichnen. Wenig später gelang Zubke der Führungstreffer. Die Storkower Abwehr nicht nur in dieser Situation zu weit aufgerückt, der Grüneberger Angreifer sprintete durch, umkurvte Keeper Reschka und schob ein. Nur eine Minute später bereits das zweite Tor durch Lattmann, der aus etwa zehn Metern den Ball unter die Querlatte hämmert.
Und dann auch noch das 3:0, wieder durch Zubke. Weitere gute Chancen für den Gastgeber folgten. Dann hatte die SGS auch Glück, dass der Schiedsrichter mit seinen Abseitsentscheidungen nicht immer richtig lag. In der 17.Minute vergab Zubke eine Hundertprozentige. Statt selbst den Abschluss zu suchen, wollte er noch Reschka ausspielen und auf Lattmann ablegen, doch in dieser Situation konnten die Storkower klären. In der 22.Minute traf Zubke nach einer flachen Hereingabe zum Glück für die SGS den Ball nicht richtig. In der 25.Minute der vierte Gegentreffer. Grabosch kam nicht an eine hohe Flanke heran, Zubke in zentraler Position kann den Ball in aller Ruhe annehmen und flach einschieben. Es folgten vor der Pause noch zwei weitere Treffer: das 5:0 durch Schulze (29.) und das 6:0 durch Lattmann (35.) nach einer nicht weit genug abgewehrten Ecke. Im Storkower Spiel gab es zwei grundlegende Probleme. Zum einen wurden fast alle Zweikämpfe verloren und die Kombinationen der Grüneberger mehr begleitet als gestört. Zum anderen hatte die Hintermannschaft die ursprüngliche Ordnung verloren, so dass sich immer wieder in der Mitte und der linken Abehrseite große Lücken auftaten, in die die Gastgeber hineinstießen. Dem "Neu-Libero" Rose allein hier die Schuld geben zu wollen, wäre etwas zu einfach, denn mehrere Spieler agierten nicht auf den ihnen zugewiesenen Positionen.
Die zweite Hälfte begann, wie die erste aufgehört hatte. Nach der Pause hatten die Trainer Zepke/Unger auf einigen Positionen umgestellt, um mehr Stabilität in die eigenen Reihen zu bekommen. Die schnellen Angreifer der Grüneberger erarbeiteten sich eine gute Chance nach der anderen, aber vorerst konnten die Storkower Abwehrspieler klären. In der 52.Minute klingelte es dann wieder im Storkower Kasten: 7:0 durch Zubke. Ein flaches Zuspiel musste er nur noch ins Netz schieben. Drei Minuten später kann Lattmann fast ungestört einen Flankenball annehmen und drischt das Leder aus zwei, drei Metern Entfernung zum 8:0 unhaltbar in die Maschen. Nach 61 Minuten mal wieder ein Lebenszeichen der SGS durch Rosin. Prompt im Gegenzug das 9:0 durch Zubke, der damit insgesamt fünf Treffer erzielte. Das schönste Tor des Spiels folgte in der 69. Minute. Der sehenswerte Fernschuss von Lattmann sprang vom Innenpfosten ins Netz. Reschka war, nicht nur bei diesem Tor, ohne Chance. Auch beim 11:0 durch Astabsch machte es die Hintermannschaft den Grünebergern zu einfach.
Fazit: An der Stabilität der Hintermannschaft muss gearbeitet werden, denn ansonsten wird kaum ein geordnetes Spiel nach vorne möglich sein. Im Zweikampfverhalten waren fast alle Storkower Junioren zu zaghaft. Positiv anmerken muss man erneut den Kampfgeist aller Junioren, der auch vom Trainer der Gastgeber nach dem Abpfiff gelobt wurde.
SGS mit: Tommy Reschka (SF) - Thomas Rose - Martin Brabetz (37.Lukas Schönnagel), Christopher Grabosch, Philipp Benzin, David Böhme (50.Viktoria Grabosch) - Robert Schröder, Jan Neumann (68.Patrick Lehmann), André Rosin - Florian Beck, Friedrich Rohde (63.Silvan Mittag) / Trainer: Ralf Zepke, Cindy Unger
Tore: 1:0 Tom Zubke (9.), 2:0 Chris Mark Lattmann (10.), 3:0, 4:0 Tom Zubke (11., 25.), 5:0 Nicolai Schulze (29.), 6:0 Chris Mark Lattmann (35.) - 7:0 Tom Zubke (52.), 8:0 Chris Mark Lattmann (55.), 9:0 Tom Zubke (62.), 10:0 Chris Mark Lattmann (69.), 11:0 Daniel Astabsch (73.)
28.08.2010 - 1. Spieltag: SG Storkow - SG Kremmen/Beetz 2:11 (0:4)
Die Nervosität war überdeutlich zu spüren. Trainer Ralf Zepke und seine Junioren wirkten vor der Großfeld-Premiere angespannt. Kaum einer der SGS-Junioren hatte bisher auf Großfeld gespielt. Dazu kommt noch, dass die Mannschaft im Moment noch einen zusammengewürfelten Eindruck macht, da sie so auch noch nie in einem Team zusammen gespielt hatten. So war vor dem ersten Spieltag klar, dass es in dieser Saison sehr schwer werden würde, Erfolge zu erzielen. Am Ende stand mit 2:11 eine deutliche Niederlage zu Buche.

Kremmen übernahm von Anfang an das Kommando, in den ersten Minuten kam die SGS nicht aus der eigenen Hälfte heraus. Bereits nach zwei Minuten gab es den ersten Eckball für die Gäste. Die Storkower Hintermannschaft wirkte noch etwas durcheinander und so ergaben sich mehrere Chancen für Kremmen. Reschka im Tor verhinderte einen frühen Rückstand in der Anfangsphase. Nach fünf Minuten die erste heiße Szene im Storkower Strafraum: nach einer erneuten Ecke konnte Reschka den Ball nicht festhalten, die Abwehr klärte nicht weit genug, den straffen Nachschuss bekam der SGS-Keeper dann im Nachgreifen zu fassen.
Wenig später die erste Chance für die SGS. Rohde konnte sich mit einem energischen Sprint auf der linken Seite durchsetzen, sein Schuss blieb in der Abwehr hängen. Der Nachschuss von Rosin verfehlte das Tor. Anschließend (10.) folgt ein Freistoß durch Rose, der am Tor vorbeistreicht. Endlich aber einmal Offensivaktionen der SGS. Dann verlagerte Kremmen das Spiel wieder in Storkower Hälfte. In der 13.Minute fiel das erste Gegentor. Kremmen setzte sich auf der linken Storkower Abwehrseite durch, Brabetz konnte die halbhohe Flanke nicht verhindern, Neumann und Benzin vor dem Tor kamen nicht an den Ball und so landete dieser beim am hinteren Pfosten frei stehenden Hergt, der keine Mühe hatte, aus etwa fünf Metern zu vollenden. Reschka war dabei ohne Chance. In der 17. Minute konnte Reschka nach einem schnellen Durchbruch der Kremmener mit einer guten Parade glänzen. Gleich anschließend konnte er einen Kopfball von Rossow gerade noch über die Querlatte lenken. Das 0:2, wieder durch Hergt, konnte er allerdings nicht verhindern. Erneut war die linke Abwehrseite zu passiv und auch der Kremmener Angreifer vor dem Storkower Kasten kam viel zu frei zum Abschluss.
Kremmen kam regelmäßig zu weiteren Chancen, bei denen sie nicht immer regelgerecht verhielten - beispielsweise in der 28. Minute, als sich Hergt gegen Behm mit einem klaren, aber nicht geahndeten Stoß in den Rücken einen Vorteil verschaffte. Sein Schuss ins lange Eck verfehlte den Storkower Kasten. An die etwas körperbetontere Gangart bei den älteren Jugendteams werden sich die SGS-Junioren allerdings gewöhnen müssen. Nach einer halben Stunde eine Riesenchance für die Gäste. Auf der rechten Seite setzte sich Hergt gegen Neumann und Behm durch, gab den Ball in die Mitte und Schmidt brachte einen scharfen Schuss auf den Storkower Kasten. Torwart Reschka konnte den Ball halten und Neumann schlug ihn aus der Gefahrenzone. Kurz vor der Pause bekam Beck nach einem eher harmlosen Schubser die gelbe Karte. Beim nachfolgenden Freistoß standen zwei Kremmener ungedeckt: 0:3 durch Rossow, der den Ball über Keeper Reschka lupfte. Noch vor der Pause der vierte Gästetreffer. Auf der linken Seite setzte sich ein Kremmener Außenspieler durch. Statt selbst den Abschluss zu suchen, versuchte er zweimal in die Mitte abzulegen. Das Leder landete dann wieder bei Hergt, der auch zwei Versuche für seinen dritten Treffer benötigte. Seinen Schuss fälschte Benzin noch leicht ab, so dass Reschka im Tor den Ball nicht erreichen konnte.
Mit dem 0:4 ging es in die Pause. Trainer Ralf Zepke war nicht unzufrieden. Natürlich waren die Defizite der SGS wie erwartet auszumachen, aber die Storkower hatten auch ihre Torchancen gehabt. In der Abwehrkette stimmte bei schnell vorgetragenen Angriffen die Zuordnungen des öfteren nicht. Zur Pause blieb Mittag draußen, Schönnagel kam für ihn ins Spiel.
Halbzeit zwei begannen die Storkower offensiver, vorerst allerdings ohne zählbare Erfolge. Die stellten sich auf der anderen Seite ein. Hergt mit seinem vierten Treffer zum 0:5 in der 48. Minute und das 0:6 nur eine Minute später. Eine scharfe Flanke von Meier wurde von Behm abgelenkt, Keeper Reschka konnte nicht mehr rechtzeitig darauf reagieren und faustete den Ball ins eigene Tor. In der 53. Minute fast das nächste Tor, aber der Schuss von Ruslan Enne sprang vom Innenpfosten zurück ins Feld. Das 0:7 durch Meier (55.) hatte man so ähnlich schon gesehen: eine hohe Flanke von außen fand einen frei stehenden Mitspieler. Beim 0:8 durch Guth (60.) konnte Reschka zweimal hervorragend parieren, beim dritten Versuch war er machtlos. Nur eine Minute später eine weitere Premiere bei der Großfeld-Premiere - das erste Saisontor der Storkower B-Junioren. Aus zentraler Position schickte Schönnagel den an der Mittellinie wartenden Beck steil. Die Kremmener Abwehr war überrumpelt und Beck schob das Leder ganz überlegt am gegnerischen Torwart vorbei. Nur eine Minute später eine richtig gute Chance für Rosin nach Vorarbeit von Beck, aber dieses Mal konnte Kremmen klären. Danach klingelte es schnell hintereinander im SGS-Kasten. Hergt nach sehenswerter Einzelaktion mit dem 1:9 (64.) und Meier mit dem 1:10 (66.), nachdem die linke Storkower Abwehrseite entblößt war. Der fünffache Torschütze Hergt, der im Spielverlauf immer wieder durch kleine, auch verbale, Unsportlichkeiten auffiel, erhielt wenig später wegen Spielverzögerung die gelbe Karte. Die Ecke verursachte ein großes Durcheinander vor dem Storkower Kasten, aber die Abwehr konnte schließlich klären. In der 73. Minute das 2:10 durch Rosin. Behm hatte den Ball in eigenen Hälfte erobert und steil auf Rosin abgelegt. Der sprintete los, umkurvte den Torhüter und schob ein. Vier Minuten vor Ende der letzte Treffer des Spiels durch Meier, der nach einem Steilpass Reschka keine Chance ließ.
Fazit: Es ist zu hoffen, dass sich die SGS-Junioren nicht von den elf Gegentoren und der klaren Niederlage entmutigen lassen. Einige gute Ansätze waren ebenso wie die erwarteten Schwachpunkte zu erkennen. Die Einsatzbereitschaft hat gestimmt, nun muss im Training und den nächsten Punktspielen weiter an Kondition und Technik, vor allem aber am taktischen Verhalten gearbeitet werden.
SGS mit: Tommy Reschka (SF) - Martin Brabetz (65. Robert Kroß), Jan Neumann, Philipp Benzin, Andy Behm - Robert Schröder, Florian Beck, André Rosin - Friedrich Rohde (70. Patrick Lehmann), Thomas Rose (75.Benedikt Dietrich), Silvan Mittag (41.Lukas Schönnagel) / Trainer: Ralf Zepke, Cindy Unger
Tore: 0:1, 0:2 Steven Hergt (13., 22.), 0:3 Maximilian Rossow (38.), 0:4 Steven Hergt (40.) - 0:5 Steven Hergt (48.), 0:6 Tommy Reschka (Eigentor, 49.), 0:7 Manuel Meier (55.), 0:8 Christopher Guth (60.), 1:8 Florian Beck (61.), 1:9 Steven Hergt (64.), 1:10 Manuel Meier (66.), 2:10 André Rosin (73.), 2:11 Manuel Meier (76.)
