Kreisliga - 9. Spieltag
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So spielte die SG Storkow

Spielbericht
Unter der Woche gab es bei der SG Storkow eigentlich nur ein Thema: die akute Verletztenmisere. Wegen der zahlreichen Ausfälle musste Trainer Heiko Sprung die Auswärtsfahrt zur Oberliga-Reserve nach Altlüdersdorf mit einer wahren Not-Elf antreten. Bezeichnend, dass mit Danilo Arndt, Tommy Reschka und Patrick Bensemann gleich drei Spieler ihr Kreisliga-Debüt gaben. Am Ende fiel die schallende 1:6-Klatsche dennoch zu hoch aus und war vor allem ein Resultat zu vieler individueller Fehler.
Die SGS startetet wie geplant, überließ Altlüdersdorf die Spielgestaltung, ließ aber durch gute Zuteilung, Lauf- und Zweikampfstärke kaum gefährliche Aktionen zu. Einzig durch Einzelaktionen durchbrachen die Platzherren wenige Male die SG-Defensive, ohne dabei zwingend für Torgefahr zu sorgen. Die Uckermärker setzten die SVA-Reserve ihrerseits schon früh unter Druck, attackierte schon in der gegnerischen Hälfte und kam so zu frühen Ballgewinnen. Durch schnelles und direktes Umkehrspiel ergaben sich dabei einige gute Gelegenheiten: Philipp Schramm zielte aus 20 Metern zu hoch (12.) und setzte nach 28. Minuten einen Kopfball nach mustergültiger Schläfke-Flanke nur ans Außennetz. Drei Minuten danach war Michael Schröder nach Schramms Balleroberung um eine Fußspitze zu spät dran. Dirk Sassenhagen setzte in der 36. Minute zu einem unwiderstehlichen Solo an, ihm fehlte letztlich aber die Kraft für eine präzise Hereingabe.
Nur kurz danach hatte Schramm Schwierigkeiten bei der Ballmitnahme und SVA-Keeper Hering somit keine Probleme bei seinem Versuch (39.). Bis dahin verzeichneten die Gastgeber zwar mehr Ballbesitz, doch die Gäste zwangen sie früh zu Fehlern. Letztlich muss sich die Sprung-Elf vorwerfen lassen, dass in dieser Phase nichts Zählbares heraussprang.
In der 41. Spielminute dann ein erster gelungener Spielzug der SVA-Reserve - und prompt der Führungstreffer. Maximilian Pade legte im Strafraum quer zu Philipp Woiton, der wenig Mühe hatte, den Ball im Tor unterzubringen. Die passende Antwort hatten nun aber auch die Storkower parat: Nach gut getimten Zuspiel von Arndt scheiterte Schramm zunächst am aufmerksamen SVA-Schlussmann, markierte aber im Nachsetzen den verdienten Ausgleich (42.). Der erste Durchgang war damit aber noch nicht gelaufen: Nachdem die SG-Hintermannschaft zu zaghaft agierte, drosch Mirko Neumann das Leder aus Nahdistanz ins kurze Eck - 2:1 (45.). Bitter unnötig war dieser Treffer besonders in seiner Entstehung, denn zuvor landete ein schnell ausgeführter Freistoß vor dem SVA-Strafraum genau in den Beinen des Gegners. "Da müssen wir einfach cleverer sein", kritisierte Heiko Sprung.
Die Vorentscheidung fiel bereits direkt nach Wiederanpfiff: Storkower Ballverlust um Mittelfeld, ein simpler Lupfer hinter die Storkower Abwehrreihe und Mirko Neumann köpfte ungehindert über Dennis Giese hinweg ins Tor (46.). "In den Köpfen der Spieler war die Partie da schon gelaufen", sagte der SG-Coach. "Einige gehen dann nicht mehr an die Leistungsgrenze." Trotzdem taten sich nach einer Weile Leerlauf noch einmal beste Gelegenheiten für die Uckermärker auf:
Hering kratzte einen Schlenzer von Philipp Schramm sehenswert aus dem Winkel (59.), nach der anschließenden Ecke köpfte Kubaty knapp drüber. In der 62. Minute fand Schramm bei einem Flachschuss erneut seinen Meister im starken Martin Hering.
In der 68. Spielminute klärten die Uckermärker nicht energisch genug, der Ball kam zu Kristofic, der mit einem eleganten Lupfer ins lange Eck das 4:1 erzielte. Bis dahin war es der vierte Schuss aufs Storkower Gehäuse. Inzwischen zeichneten sich Auflösungserscheinungen in der SG-Defensive ab, Altlüdersdorf konnte schalten und walten wie es wollte. Eine Flanke erreichte Neumann, der volley zum 5:1 einnetzte (77.). Dann nochmal Schramm freistehend wenige Meter vor dem SVA-Tor, doch wieder reagierte Hering hervorragend (80.). Noch einmal schepperte es im Tor des bemitleidenswerten SG-Keepers Giese: Mirko Neumann war von der fehlenden Storkower Gegenwehr wohl selbst überrascht, spazierte durch die Reihen und schloss platziert ab - 6:1 (82.).
Mit der anhaltenden Negativserie und der langen Ausfallliste im Rücken steht die SGS nun vor den schweren Partien gegen Kremmen und Birkenwerder. SG-Coach Heiko Sprung: "Es werden harte Wochen."
Zusammenfassung
SV Altlüdersdorf II - SG Storkow 6:1 (2:1)
SV Altlüdersdorf II: |
Hering - Schumacher, Gottschald, Wolff - F. Pade, Kristofic - Pommeranz, Woiton, Straschewski - M. Pade, Neumann |
SG Storkow: |
Giese - Sassenhagen, Krause, Schläfke - Bochmann (83. Bensemann), Schröder - Haak (56. Reschka), Schramm, Fischer - Arndt, Kubaty |
Schiedsrichter: |
Hans-Werner Betzien (Neuruppin) |
Tore: |
1:0 Woiton (41.), 1:1 Schramm (42.), 2:1, 3:1 Neumann (45., 46.), 4:1 Kristofic (68.), 5:1, 6:1 Neumann (77., 82.) |

