29.10.2011 - 8. Spieltag: SG Storkow II - Löwenberger SV II 3:6 (3:4)
Das Telefon von Gerd Symann lief am Freitagabend, keine 24 Stunden vor der Heimpartie gegen den Spitzenreiter aus Löwenberg, regelrecht heiß. Nicht noch einmal - wie in der Vorwoche gegen Krewelin - wollte man ein Spiel mangels Akteuren absagen müssen. Und so kratzte der SG-Coach auch seine Kollegen aus dem Altherren-Team zusammen. Trotz aussichtsreicher Gelegenheiten und einem durchaus erreichbaren Zähler, setzte es am Ende eine 3:6-Schlappe.
Vor allem in der Defensive offenbarte die ersatzgeschwächte Storkower Elf Nachlässigkeiten. Auch das Glück war zunächst auf Seiten der Gäste. Sie bekamen nach acht Minuten einen zweifelhaften Elfmeter zugesprochen, den Silvio Löffler sicher verwandelte. Fitzner soll den Schützen selbst vorher im Kopfballduell geschoben haben. In der 13. Minute legte Löffler nach - 2:0. Bei der SGS lief bis dahin wenig bis gar nichts zusammen. Stefan Busse erhöhte sogar auf 3:0 (16.). Alles sah nach einer klaren Angelegenheit aus, doch dann meldeten sich Platzherren zurück. Routinier Olaf Zepke drückte den Ball zum 1:3 über die Linie (26.). Unglücklich, dass dann ein eigentlich harmloser Distanzschuss von Fabian Minor kurz vor Keeper Brandhorst aufsetzte und unhaltbar abgefälscht ins Netz flog (33.). Weil aber auch der Tabellenführer hinten nicht sattelfest war, kamen die Storkower nach Standards noch einmal heran. Hegelow (35.) und erneut Zepke (40.) stellten den Anschluss her. War hier doch was möglich?
Die SGS witterte nach dem Seitenwechsel Morgenluft, wurde aber jäh jeder Illusionen beraubt, als Busse per Kopf wuchtig zum 3:5 traf (50.). Storkow ließ im Anschluss noch gute Chancen liegen. Raik Hegelow traf per Freistoß nur den Pfosten (56.), schoss dann volley rechts vorbei (65.). Mit zwei Paraden gegen Löffler und Busse hielt Brandhorst seine Elf auf der Gegenseite weiter im Spiel. Schließlich war es Busse, der das Leder in der 80. Minute volley und mit Schmackes zum 3:6-Endstand in den Maschen versenkte. Angesichts der prekären personellen Besetzung war der Auftritt dennoch in Ordnung, es war sogar mehr drin.
Storkow mit: Brandhorst - Rohde, Soschinski, Reddmann, Hegelow, Bensemann, Wachholz, Fitzner, Zepke, R.Arndt (10.Krell / 65.Symann), Bernhardt
