Kreisliga - 15. Spieltag
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So spielte die SG Storkow

Spielbericht
Mit gedämpften Erwartungen, weil wieder einmal stark ersatzgeschwächt fuhr die Kreisliga-Elf der SG Storkow zum letzten Punktspiel des Jahres nach Oranienburg. Die Landesliga-Reserve des OFC ging als Tabellenzweiter als klarer Favorit ins Spiel. Das 2:2-Unentschieden, was nach 90 Minuten zu Buche stand, feierten die Uckermärker daher wie einen Erfolg. Mit etwas mehr Trefferglück in der Schlussphase hätte sogar ein Sieg herausspringen können.
Zunächst einmal ließ die OFC-Reserve aber keinen Zweifel an ihrer Favoritenrolle aufkommen. Der Ball lief flüssig und sicher durch die Reihen, doch das richtige Mittel gegen gut organisierte Storkower fehlte noch. Die SGS agierte sehr defensiv eingestellt, reagierte gut auf die Spielverlagerungen der Heimelf und zeigte auch den nötigen Biss in den Zweikämpfen. Nichtsdestotrotz vergingen nur elf Minuten, ehe Tim Lattke einen Eckball von Oktay Kurtumaz volley ins lange Eck verlängerte. Viele rechneten mit dem Beginn eines Schützenfestes, doch daraus wurde nichts. Storkow konnte die Partie mit viel Kampf weiterhin ausgeglichen gestalten und sogar Akzente in der Offensive setzen. Weil sich auch die Verteidiger an den Angriffen des OFC beteiligten, bot sich bei Gegenstößen oft viel Raum, doch im finalen Pass in die Spitze fehlte noch die Präzision. Nur wenig später hätte ein Kopfball schon die Vorentscheidung bedeuten können, doch obwohl sich Torhüter Dennis Giese leicht verschätzte konnte Ronny Lachmann das Leder nicht im Tor unterbringen.
In der 25. Minute dann ein hoher SG-Freistoß in die Gefahrenzone und aus dem Getümmel heraus fiel der Ball zum Ausgleich ins Netz. Wieder war Tim Lattke als Letzter am Ball, traf diesmal aber ins falsche Gehäuse. Oranienburg antwortete nun mit einem wütenden Sturmlauf, wirklich brenzlig wurde es aber kaum, weil die Sprung-Elf taktisch diszipliniert die Räume zustellte. Vor der Pause blieb ein ansatzloser Pfostenkracher aus 20 Metern der einzige weitere Hochkaräter.
Trainer Heiko Sprung war mit der Leistung seiner Elf bis dahin sehr zufrieden und wusste schon zur Pause: "Wenn wir so weitermachen, ist hier heute was drin." Und seine Mannschaft nahm ihn beim Wort: Gerade vier Minuten waren im zweiten Durchgang absolviert, als zwei blitzsaubere Pässe die OFC-Abwehr aushebelten, Philipp Schramm den OFC-Schlussmann umkurvte und zur Storkower Führung einschob (49.). Von da an erhöhte sich der Druck des Gastgebers stetig, doch die vielbeinige Abwehr und ein gut aufgelegter Dennis Giese hielten dem stand. Als aber Tom Adler einen Abpraller aus spitzem Winkel volley in die untere Ecke hämmerte, war auch der SG-Keeper machtlos.
Zwar verzeichnete der Tabellenzweite auch danach deutliche Vorteile, klare Torchancen gab es hingegen auf der anderen Seite. Die SGS konterte nun gefährlich und kam gerade in der Schlussphase noch zu hochkarätigen Gelegenheiten. So mussten sie sich auf der Heimfahrt dann doch etwas ärgern, dass es mit dem Überraschungs-Dreier nicht geklappt hat. In der 84. Spielminute prüfte Tobias Langnickel aus Nahdistanz den gut reagierenden Christian Miemitz. In der 88. Minute tauchte Jacob Pöhl vor dem Oranienburger Schlussmann auf, scheiterte aber ebenso an seinem guten Reflex. Und auch Schramm, der in der 89. Minute von der Strafraumgrenze abzog, fand seinen Meister in Miemitz.
Ein gerechtes Remis angesichts der Spielvorteile für Oranienburg, aber der klareren Chancen für die Gäste. Trotz des nicht eingeplanten Punktgewinns überwintern die Uckermärker auf einem Abstiegsplatz. Die freuten sich trotzdem und reagierten mit Ironie: "Ist doch eh jedes Jahr so."
Zusammenfassung
Oranienburger FC Eintracht II - SG Storkow 2:2 (1:1)
OFC Eintracht II: |
Mimietz - Holzwarth, Lattke, Tauschensky (Hofmann), Lachmann (Geserich), Kurtumaz (Ziegenhirt), Lißner, Tettenborn, Müller, Freund, Adler |
SG Storkow: |
Giese - Langnickel, Krause, Kubaty - D. Arndt, Schröder, Schramm, Fischer, Bochmann, Brach - Pöhl |
Schiedsrichter: |
Birk-Guido Stargard (Sommerfeld) |
Tore: |
1:0 Lattke (11.), 1:1 Lattke (25., Eigentor), 1:2 Schramm (49.), 2:2 Adler (65.) |

